Mit 73:69 gewannen die Tübinger gestern Abend in Saarlouis und konnten sich glücklich auf die 320 km lange Heimreise machen. Vor 2 Wochen ein Auswärtssieg in Trier, jetzt in Saarlouis und zwischendrin wurde noch Speyer weggefegt! Super, was die Jungs um Vildan Mitku in den letzten Wochen geleistet haben. Die Weihnachtsfeier bei Edelfan Knolle am Mittwoch kann kommen.
In der Nacht erreichte Coach Sieghörtner noch eine SMS von Max Kochendörfer, dass er erkrankt nicht mitkommen könne. Schade, denn Max ist der treffsicherste Schütze der Tübinger. Doch auch andere können es immer besser in dieser Saison.
Dieses Mal sprangen Juli Albus und Marius Dieterle in die Bresche und zeigten außergewöhnliche Leistungen.
Juli in der ersten Hälfte offensiv mit 4 von 4 Dreiern und Defensiv in Hälfte 2 gegen Ricky Easterling. Marius machte es genau umgekehrt: Defense klasse gegen Easterling in Hälfte 1, dafür unglaubliche 19 Punkte in Halbzeit 2, davon ein Megadreier kurz vor Schluss zur spielentscheidenden 4-Punkt Führung.
Vildan Mitku hatte dieses Mal etwas Pech im Abschluss, im ein oder anderen Fall hätte auch auf Foul entschieden werden können, dafür reboundete (13) er grandios und Pidi Klemm zeigte sich in ungewohnter Position als Top-Assistgeber (6), da direkt unter dem Korb kein Durchkommen war.
Falco Meyer-Hübner hatte starke 5 Assists, 2 Dreier und spielte schon fast gewohnt solide im Angriff, in der Verteidigung war er wieder bärenstark, wie auch Pi Unger, der ebenfalls die Übersicht im Angriff behielt.
Fehlen eigentlich nur noch Zocki Ivandic und Vasco Jünemann, beide mit einer engagierten Leistung genauso wie der unverzichtbare Thilo Nowak mit seinen Zauberhänden vor dem Spiel!
Das erste Viertel gehörte Tübingen, mit einer unglaublichen Trefferquote ging man 28:20 in Führung, hatte da aber das Pulver für die erste Halbzeit schon verschossen. Zur Halbzeit selbst stand es dann nämlich 35:35.
In Halbzeit 2 blieb man hellwach und in einer guten Phase zu Beginn des vierten Viertels zog Tübingen auf 63:50 davon. Danach allerdings war Sand im Getriebe, drei Offensivfouls passierten in kurzer Zeit und Saarlouis kam zurück. Beim 65:65 war alles offen, reihenweise wurde auf beiden Seiten nicht gescort, ehe Marius Dieterle Verantwortung übernahm und Charakter zeigte. Ein Fastbreak-Korbleger und ein Dreier bescherten wieder die Führung und hinten wurde nichts mehr zugelassen.
Ein überragender Sieg für das Tübinger Regionalligateam war perfekt!
SV: Unger 2, Meyer-Hübner 6, Ivandic 9, Dieterle 19, Albus 12, Klemm 10, Mitku 15, Jünemann
Jay Thomas hielt was er versprach. Der langjährige Tigers-Kapitän, nun in Diensten von Speyer, zeigte ein tolles Spiel: 16 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists standen für ihn zu Buche, aber auch er konnte nichts gegen die Übermacht einer nahezu perfekt spielenden Tübinger Mannschaft ausrichten.
Das erste Viertel gehörte aber noch Speyer. Total cool und unbeeindruckt von Allem starteten die in den letzten 5 Spielen erfolgreichen Domstädter und trafen fast jeden Wurf aus jeder Distanz. Tübingen hielt zwar dagegen, aber in der ersten Viertelpause beim Stand von 30:26 für Speyer war allen klar, dass die Defense noch besser werden muss.
Und genau das passierte in Viertel 2. Ganze 4 Punkte gelangen den Gästen im zweiten Abschnitt und so führte Pi Unger und Co. bis zur Pause bereits mit 47:34. Defensiv eine Topleistung aller Spieler und vorne hatte wieder mal Vildan Mitku das Kommando übernommen, prächtig assistiert von den spielfreudigen Marius Dieterle und Pidi Klemm.
Nach der Halbzeit erwarteten die Neckarstädter eine Aufholjagd der Gäste, die aber ausblieb, weil Tübingen selbst noch stärker wurde. Gegen die Zone strauchelte man zwar kurz, Speyer kam auf 44:54 heran, ehe Juli Albus mit einem Dreier in das Gesicht des Gegners den Tübinger Zug wieder ins Rollen brachte. Juli Albus, der endlich wieder mal sein wahres Gesicht zeigen konnte, half genauso zum Davonziehen dazu wie Max Kochendörfer, der seine Würfe traumhaft sicher verwandelte. Nach dem 3. Viertel stand es 69:49, die Führung wurde komfortabler.
Pi Unger und Falco Meyer-Hübner wechselten sich im Spielaufbau und Ballvortrag ab und beide Pointguards lieferten Spitzenleistungen. Gemeinsam erzielten sie auf dieser Position 16 Punkte, 11 Assists und 8 Rebounds, dazu nur ein Ballverlust, dies ist aller Ehren wert.
In den letzten Minuten der Partie machte dann noch Vasco Jünemann von sich reden, indem er den 100. Punkt erzielte und insgesamt noch auf tolle 6 Punkte kam.
Die Tübinger hatten sich in Halbzeit 2 fast in einen Rausch gespielt, offensiv, aber vor allem in der Defensive als Mannschaft die beste Saisonleistung gezeigt und auch in der Höhe nicht unverdient mit 103:71 gewonnen.
Die vielen Zuschauer, die auch wegen Jay Thomas gekommen waren, staunten ob der Leistung ihrer Tübinger Mannschaft und freuten sich über einen gelungenen Sonntagabend.
SV: Unger 11, Meyer-Hübner 5, 6 Reb., 8 Ass., Ivandic 7, Dieterle 13, Kochendörfer 11, Albus 8, Klemm 18, 4 Ass., Mitku 24, 11 Reb., Jünemann 6
Mit der 64:69 Niederlage vergab der SV am Sonntagabend leichtfertig den Anschluss an das Mittelfeld und steht nun schon fast mit dem Rücken zur Wand.
Ratlose Gesichter nach der Schlusssirene in der Uhlandhalle. Von Anfang an fand die Truppe nicht in das Spiel und rannte ständig einem Rückstand hinterher. Und das nicht, weil der Gegner aus der Nähe von Koblenz so übermächtig war, sondern wegen der eigenen schlechten Leistung. Nach dem Sieg gegen Konstanz von letzter Woche schien alles in die richtige Richtung zu laufen, jetzt war es aber doch wieder nichts.
Außer Vildan Mitku kam kein Spieler an seine Normalform heran, nicht weil sie nicht wollten, es ging dieses Mal einfach nicht.
Zur Halbzeit lag Tübingen mit 29:37 zurück, kämpfte sich im dritten Viertel etwas heran, der richtige Funke sprang aber nie wirklich über. Treis hatte immer wieder eine passende Antwort parat, meist in Person ihres Amerikaners, der 27 Punkte markierte, oder in Form eines Dreiers von Tim Kaurisch, der 6 davon einnetzte.
Zum Ende des Spiels wurde es trotzdem noch spannend, bei einem 3-Punkte Rückstand vergaben aber Tübinger Spieler reihenweise Chancen zum Ausgleich, bis der Amerikaner Roberson mit 2 Freiwürfen dann die 5-Punkte Führung herstellte und damit den Sieg perfekt machte.
SV: Unger 10, Meyer-Hübner, Ivandic 6, Gyamerah dnp., Dieterle 6, Kochendörfer 8, Albus, Klemm 9, Mitku 25
78:74 hieß es am Ende, der Jubel und die Erleichterung waren groß im Tübinger Lager. Endlich war das Glück einmal auf Seiten der Neckarstädter, die es aber auch durch ihr engagiertes Spiel erzwungen hatten.
Nach der erschreckenden Vorstellung in Heidelberg gaben die Jungs um Vildan Mitku schon die Trainingswoche über alles, und diese Einstellung zeigten sie auch im Spiel.
Die erste Halbzeit verlief für Tübingen wie im Traum, der Tabellenführer aus Konstanz fand einfach nicht ins Spiel. Reihenweise einfach verlegte Bälle und schlechte Abspiele, diese Geschenke nahm Tübingen dankbar an.
18 Punkte durch Vildan Mitku allein in Halbzeit 1, dazu als Team 14 Assists (4 durch Pi Unger) bei nur 2 Turnovern. Das alles ergab eine komfortable 45:30 Führung zur Halbzeit.
Im dritten Viertel zeigten die Jungs vom Bodensee dann ihre Klasse und egalisierten den Vorsprung in kurzer Zeit. Mit einem 11:0 Run zum 51:56 legten sie den Grundstein und gingen wenig später erstmals in Führung.
Ein Wachmachdreier vor Marius Dieterle mit der Viertelsirene zum 64:61 pushte die Heimmannschaft nochmals extrem und im letzten Viertel wogte die Partie hin und her. Gekämpft wurde auf beiden Seiten aufopferungsvoll, vorne wollte nicht mehr viel gelingen.
Die letzten Minuten waren dann extrem spannend. Immer wieder wurden Max Kochendörfer und Vildan Mitku isoliert, fanden aber keinen guten Abschluss mehr. Allerdings war der Kampfgeist aller Spieler phänomenal und so kam auch Konstanz zu nichts zählbarem.
Die letzten Punkte aus Tübinger Sicht machte dann Vildan Mitku, zuerst mit einem Mitteldistanzwurf zur 2-Punkt Führung bei noch 10 Sekunden Spielzeit. Danach mit 2 Freiwürfen, nachdem Falco Meyer-Hübner einen Steal an dem Aufbauspieler der Gäste hatte, als diese noch eine Siegchance hatten. Ein tolles Ende, ein Ende das Hoffnung macht, da das Team Charakter und mentale Stärke bewiesen hat.
Nächsten Sonntag in der Uhlandhalle ist mit Treis-Karden (bei Koblenz) ein weiteres Topteam der Liga zu Gast.
SV: Unger 5, 6 Assists, Meyer-Hübner 3, Ivandic 7, 8 Rebounds, Dieterle 9, Kochendörfer 10, 6 Ass., Albus 3 Ass., Klemm 13, Mitku 31, Jünemann
Das hatten sich die Regionalligabasketballer am Wochenende anders vorgestellt. Beim Aufsteiger aus Heidelberg gab es eine 63:66 Niederlage, die durchaus vermeidbar gewesen wäre.
Denn die Reserve des Pro-A-Ligisten hatte nicht besonders viel auf dem Kasten und präsentierte sich eher schwach. Allerdings glichen sich die Tübinger dem Niveau nach einer 11:00 Führung sehr schnell an und schaffen es bis zur Halbzeit nur noch auf weitere 11 Offensivpunkte. 22:31 stand es da aus Tübinger Sicht, die hilflos wirkten aufgrund ihrer eigenen schwachen Leistung.
Nach der Halbzeitbesprechung riss sich das Team aber zusammen und zeigte im dritten Viertel seine beste Leistung, gewann dieses mit 23:15 und war im Spiel.
Im letzten Viertel wechselte die Führung ständig hin und her, die Tübinger versäumten es ein ums andere Mal, davonzuziehen und das rächte sich zum Schluss.
Heidelberg traf in den letzten 3 Minuten bei jedem Angriff, Tübingen hielt mehrfach dagegen, beim letzten Angriff aber wurde das Ziel verfehlt und das Spiel war verloren.
Nächste Woche gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Konstanz kann Tübingen befreit aufspielen und hoffentlich neues Selbstvertrauen tanken.
SV: Unger 6, Meyer-Hübner 5, Gyamerah 2, Dieterle 8, Kochendörfer 7, Klemm 16, Mitku 19, Jünemann
Mit 62:86 verlor der SV 03 Tübingen sein Heimspiel gegen eine extrem stark spielende Mainzer Mannschaft.
Heimspiel war leider nur bedingt Heimspiel – die Halle der Universität ist normalerweise das Heimdomizil der Derendinger, die SV-ler mussten aber das Wochenende aus der Uhlandhalle weichen und in die Unihalle umziehen. Im Nachhinein sicher ein schwerwiegender Faktor.
Trafen die Tübinger im letzten Heimspiel noch fast 50 % ihrer Dreierversuche waren es in der ungewohnten Umgebung nur deren
17 %!
Doch die Niederlage allein auf diesen Umstand zu legen, würde natürlich nicht der Wahrheit entsprechen. Die Leistung der Mainzer war von der ersten Sekunde an beeindruckend. Sehr stark am Brett mit ihrem Amerikaner Whitfield, der Pidi Klemm nicht zur Entfaltung kommen ließ, sehr stark auf dem Power Forward mit Luyeye, der offensiv brandgefährlich war, sehr stark mit ihrem großen Flügel Schön, der bärenstark verteidigte usw.
Jeder einzelne Mainzer Spieler war seinem gegenüber aus Tübingen an diesem Tag überlegen, einzig Vildan Mitku stemmte sich 30 Minuten dagegen, aber er bekam zu wenig Unterstützung von seinen Mitspielern.
Der Druck der Mainzer war über das gesamte Spiel so hoch, dass sich die Tübinger zu keiner Zeit befreien konnten. Nur kurz nach der Halbzeit, zu der es bereits 21:42 aus Tübinger Sicht stand, hatten die Neckarstädter einen kleinen Run und konnten den Rückstand auf 14 verkürzen.
Die Mainzer hatten aber postwendend einen 11:0 Run und führten schnell mit 61:30. Die Tübinger mühten sich zwar weiter, Mainz blieb allerdings überlegen und jeder Zeit die bessere Mannschaft, demonstrierte Teambasketball vom Feinsten und blieb konzentriert bis zum Schluss.
Positiv bei Tübingen der erstmalige Einsatz von Nachwuchsspieler Nelson Gyamerah, der sein Potential zeigte, beherzt spielte und 6 Punkte und 2 Rebounds einsammelte.
SV: Unger 4, Meyer-Hübner 2, Gyamerah 6, Dieterle 10, Kochendörfer 2, Albus 4, Klemm 9, Mitku 22, Jünemann 3
Mit 75:68 konnte die Regionalligamannschaft des SV 03 Tübingen am Sonntagabend die Truppe aus Freiburg besiegen. Ein hartes Stück Arbeit war dazu nötig, da die Topform des letzten Heimspieles eigentlich nur Max Kochendörfer wiederholen konnte.
29 Punkte, davon 4 von 5 Dreiern, das war offensiv grandios, was der Small Forward ablieferte. Bei allen anderen lief es leider nicht so rund, Vildan Mitku tat sich nach 3 schnellen Fouls verständlicherweise schwer, Pidi Klemm haderte mit den Entscheidungen der Schiedsrichter und Falco Meyer-Hübner und Marius Dieterle hatten ihr Visier nicht richtig eingestellt.
In der Offense lief es nicht gut, kämpfen kann man aber immer. Und das taten wie gewohnt alle. In der ersten Hälfte waren die beiden Center der Freiburger noch schwer zu stoppen, 33:33 stand es da, in Halbzeit 2 gelang dies aber immer besser.
52:48 stand es für Tübingen nach dem 3. Viertel, im 4. Viertel schaffte es Tübingen allerdings nicht, den Sack zuzumachen, nie wuchs der Vorsprung über 9 Punkte an.
Das lag leider hauptsächlich an der unterirdischen Turnoveranzahl von 22, die hauptsächlich zu Lasten der großen Tübinger ging.
Trotzdem wurde weiter hart gekämpft und alle bemühten sich, eine schwächere Leistung zu akzeptieren und trotz dieser zu gewinnen.
Im Schlussviertel trafen dann auch Pi Unger und Marius Dieterle noch wichtige Dreier und der Sieg geriet nicht mehr wirklich in Gefahr.
Ein Dank gebührt noch mal Jan Bösing, der sein wahrscheinlich letztes Spiel bestritt und aushalf, da Zocki Ivandic gesperrt war und Juli Albus in Berlin weilte.
Am nächsten Samstag um 20 Uhr, ausnahmsweise in der UniHalle, müssen die Tübinger aber wieder ein anderes Gesicht zeigen, wenn sie gegen die starken Mainzer gewinnen wollen.
SV: Unger 7 Punkte, 5 Reb., Meyer-Hübner 4, Bösing 1, 6 Ass., Dieterle 3, Kochendörfer 29, 14, 13 Reb., Mitku 17, 7 Reb., Jünemann
100:69 stand es am Ende gegen die Baskets aus Völklingen bei Saarbrücken, ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg der Tübinger.
Bis dahin war es ein langer Weg, im Spiel und vor allem die Woche vorher hinter den Kulissen, aber dazu später.
Die SV-Tiger starteten gut und führten schnell mit 9:2. Aber dann schon die erste Schrecksekunde: Zocki Ivandic, der seinen ersten Dreier traumwandlerisch versenkt hatte, bekam vom Amerikaner der Gäste, Darell Bullock, bei einem Gerangel den Ellbogen auf seinen Adamsapfel geschlagen. Ob dieser Aktion, die die Schiedsrichter nicht gesehen hatten, konnte sich der sonst so ruhige Ivandic nicht beherrschen und ging auf den Spielmacher der Gäste los. Den Schiedsrichtern blieb nichts anderes übrig, als Ivandic zu disqualifizieren. Er musste die Halle verlassen und wird zusätzlich für mindestens 2 Spiele gesperrt werden.
Daraufhin kam erstmals Neuzugang Vildan Mitku aufs Spielfeld und man merkte sofort, dass die Tübinger hier wahrscheinlich einen Glücksgriff getätigt haben. Von der Position 4 aus gab der 27-jährige Albaner der Mannschaft sofort Sicherheit und scheute sich zudem nicht, auch Verantwortung in der Offensive zu übernehmen.
24:20 stand es nach dem ersten Viertel, vor allem der Center der Gäste, Pascal Zimmer, war aber kaum zu stoppen und traf jeden seiner Würfe. Im zweiten Viertel dann ein ähnliches Bild, Völklingen lebte nur von seinem Amerikaner und Zimmer, die aber der Tübinger Mannschaftsverteidigung alles abverlangten. Mit einer 46:39 Pausenführung ging es in die Halbzeit.
Der Start in die zweite Hälfte verlief dann ausgeglichen, allerdings übernahm nach einigen Minuten Tübingen das Kommando. Bissig in der Abwehr, schnell im Ballvortrag und mit toller Wurfquote wurde Völklingen an die Wand gespielt. Pidi Klemm wirbelte unter den Körben, ging endlich dahin wo es wehtut und zeigte den Völklingern ein ums andere Mal einen Klassenunterschied auf.
Max Kochendörfer und Marius Dieterle trafen hochprozentig, vor allem Dieterle zeigte außer seinem unbändigen Kampfeswillen diesmal auch eine Sahneleistung im Angriff. Pi Unger und Falco Meyer-Hübner setzten die Aufbauspieler weiter unter Druck, einige gelungene Schnellangriffe waren die Folge.
Und nicht zu vergessen Vildan Mitku, der beim entscheidenden Run zwei Dreier in Folge markierte.
83:50 stand es 8 Minuten vor Schluss, danach lief nicht mehr alles zusammen, aber der 100. Punkt durch einen Dreier aus der Ecke von Falco Meyer-Hübner war krönender Schlusspunkt eines erfolgreichen Spieles aus Tübinger Sicht!
PERSONALIEN:
Kwame Duku: War wichtiges Mitglied der Aufstiegsmannschaft vor 3 Jahren. Verließ, nachdem er seinen deutschen Pass bekommen hatte, letztes Jahr die Mannschaft und spielt nach einem Jahr in Zwickau nun bei den Baskets aus Völklingen. Gestern, unter den Augen, seiner ehemaligen Freunde, lieferte er ein eher unglückliches Spiel ab.
Zocki Ivandic: In seinem ersten Spiel als Deutscher Staatsbürger – er hatte seine Urkunde am Freitag erhalten und wurde daraufhin postwendend umgemeldet – der Pechvogel. Guter Start, aber dann eine Unbeherrschtheit, die man zwar nachvollziehen kann, die aber trotzdem nicht passieren darf.
Jan Bösing: Einer der prägenden Figuren der letzten Jahre (Jahrzehnte) im Tübinger Basketball. Auf dem Absprung nach München half er kurzfristig nochmals aus, musste zum Glück nicht wirklich eingreifen, weil seine „Ziehsöhne“ Pi und Falco gute Arbeit leisteten. Zum Schluss nochmals 5 Minuten am Stück im Einsatz kam er dennoch in 7 Spielminuten auf unglaubliche 5 Assists.
Max Kochendörfer: Seit dem letzten Heimspiel vor 2 Wochen am Oberschenkel verletzt und ständig bei Physio Thilo Nowak in Behandlung, spielte nach nur einem richtigen Training seine ganze Erfahrung aus und zeigte wieder einmal, dass er für Tübingen fast unersetzbar ist.
Vasco Jünemann: Nach dem Abgang von Enrico Ahlendorf nach Derendingen (er will einfach mehr spielen, bleibt dem Team aber eng verbunden) ein glücklicher Zufall. Der Student der Bio-Energetik verhilft mit seiner Kampfkraft verteilt auf 2 m Körpergröße vor allem Pidi Klemm zu der ein oder anderen Erholungspause.
Vildan Mitku: Am Montag das erste Mal in Tübingen im Training war allen sofort klar, dass er das fehlende Puzzlestück der Tübinger Regionalligamannschaft sein kann. Der Maschinenbaustudent, der die letzte Saison bei Bonn-Meckenheim in der 2. Regio verbrachte und dort der absolute Topspieler war, ersetzt ab sofort den in der Sommerpause in die Pro B abgewanderten Rouven Hänig.
Der Wechsel war möglich, weil Zocki Ivandic seine Deutsche Staatsbürgerschaft bekam und so der Ausländerplatz für den Albanischen Nationalspieler frei wurde. Mitku ist für Coach Sieghörtner der neue „Nadjfeji“ des Regionalligateams und zeigte schon im ersten Spiel seine Klasse.
SV: Unger 4 Punkte, 6 Assists, Meyer-Hübner 12, Ivandic 3, Bösing 5 Assists, Dieterle 18, Kochendörfer 18, Albus 4, Klemm 20, 8 Rebounds, Mitku 21, 8 Reb., Jünemann
Eine weitere Niederlage gab es am gestrigen Abend für das Regionalligateam des SV 03 Tübingen in Göppingen mit 65:77.
So deutlich wie das Ergebnis vermuten lässt, war es aber nicht. Mit nur 6 echten Regionalligaspielern und Aushilfe Ibo Eroglu angereist, ist es allerdings über eine Spielzeit von 40 Minuten sehr schwierig, die Konzentration hoch und die Fehlerquote niedrig zu halten.
So waren es dann auch immer wieder Flüchtigkeitsfehler, die die Tübinger in das Hintertreffen gelangen ließen. Beim Stand von 65:70 und zwei zu erwartenden Freiwürfen 3 Minuten vor Schluss schien allerdings nochmals alles möglich. Tübingen vergab aber beide Würfe und Göppingen traf seine anschließenden Freiwürfe. So war die letzte Chance vertan und die Niederlage besiegelt.
Tübingen tat sich sehr schwer in das Spiel hineinzufinden, erst nach etlichen Fehlwürfen gelangen Pidi Klemm nach 4 Minuten die ersten Punkte für die Neckarstädter. Bis zur Viertelpause kämpften sich Pi Unger und Co. dann auf 13:14 heran, um im zweiten Viertel eine Klasseleistung zu zeigen. Marius Dieterle blies mit 3 unglaublichen Dreiern hintereinander zur Aufholjagd, die anderen folgten und man lag zur Halbzeit mit 39:35 vorne.
In der zweiten Halbzeit verschärfte Göppingen dann seine Defense, Tübingen bekam nicht mehr so viele freie Würfe, die Trefferquote sank mit zunehmender Ermüdung. Mensah Taylor, der Star der gegnerischen Mannschaft, übernahm das Kommando und führte Göppingen zu einer 70:58 Führung 5 Minuten vor Schluss.
Tübingen holte zwar nochmals auf, aber die Kraft reichte nicht aus, um das Spiel nochmals drehen zu können.
So muss Tübingen auf die Rückkehr von Max Kochendörfer am nächsten Wochenende hoffen, um eine bessere Rotation und damit letztendlich mehr Kraft zu haben.
SV: Unger 5, Meyer-Hübner 7, Ivandic 15, Dieterle 12, Albus 9, Eroglu, Klemm 17
Genügte den Gegnern letztes Wochenende noch die normale Spielzeit, um die Tübinger mit einem Punkt zu schlagen, musste diesmal schon die Verlängerung herhalten, um die junge Mannschaft um die Pointguards Pi Unger und Falco Meyer-Hübner zu besiegen.
60:60 stand es nach 40 Spielminuten, Zocki Ivandic glich 10 Sekunden vor Schluss mit einem von zwei Freiwurftreffern aus und die Stuttgarter konnten nicht mehr scoren.
In der Verlängerung hatte der MTV dann das Quentchen Glück auf seiner Seite – der zuvor nicht in Erscheinung getretene Dennis Schreiber traf seinen einzigen Dreierversuch, Tübingen hingegen hatte keinen Spieler, der noch eine Schippe drauflegen konnte. So verlor Tübingen am Ende mit 69:75.
Zuvor hatten die Jungs 40 Minuten alles gegeben hatten. Zu allem Überfluss verletzte sich der einzig wirklich erfahrene Spieler, Max Kochendörfer, bereits in der ersten Aktion des Spieles und fortan konnte nicht mehr eingesetzt werden.
Dieses Handicap glichen alle Tübinger Spieler mit immensen Einsatzwillen aus, schon deswegen hätte man ihnen den Sieg gegönnt.
Zur Halbzeit lagen Pidi „Reboundmaschine“ Klemm (17 Rebounds) und sein Team mit 24:29 hinten, im dritten Viertel hatten sie ihre beste Phase, gewannen dies mit 20:12 und hatten ab da immer leicht die Nase vorn.
Bis 3 Minuten vor Schluss: Bei einer 3-Punkt Führung bekam Pi Unger sein fünftes Foul gepfiffen und die Schiedsrichter ließen anschließend jegliches Gefühl für das Spiel außer Acht und gaben noch ein technisches Foul gegen den Coach der Tübinger.
Die Stuttgarter verwandelten alle 4 Freiwürfe, waren danach zurück im Spiel und schafften es, sich in die Verlängerung zu retten. Der Rest ist Geschichte!
So heißt es nun nächste Woche in Göppingen auf ein Neues, wobei dort der Topspieler der letzten zwei Regionalligaspielzeiten, Mensah Taylor, auf die Tübinger wartet. Eine undankbare Aufgabe, die da auf das junge Team zukommt.
SV: Unger 1 Punkt, 6 Reb, 8 Ass., Meyer-Hübner 14, Ivandic 16, Dieterle 12, 4 Steals , Kochendörfer, Albus 14, Klemm 12, Hoste, Ahlendorf
Fast wäre der Regio-Truppe von Claus Sieghörtner ein Traumstart in die neue Saison geglückt. Die Mannschaft, die versucht, die zwei Abgänge aus der ersten Fünf des letzten Jahres nur durch eigenen Nachwuchs zu ersetzen, spielte bei den ersatzgeschwächten Karlsruhern munter mit und sah gefühlt wie der sichere Sieger aus.
Das ganze Spiel über lagen die Tübinger meist knapp vorne, zum Schluss konnten sie aber den Druck der Karlsruher nicht mehr Stand halten. Sie vergaßen das Mannschaftsspiel, verloren sich in Einzelaktionen und schafften es nicht mehr zu scoren.
Die Karlsruher hingegen profitierten auch noch von der Angst der Schiedsrichter, ein Offensivfoul gegen die Heimmannschaft zu verhängen, diese nützten das aus und glichen mit einem Dreier 2 Minuten vor Schluss aus.
Konsterniert von dieser Aktion gelang in der Offensive nichts, in der Defensive konnte dann der Center der Karlsruher nicht gestoppt werden und machte zwei weitere Punkte zum 70:68 für die Fächerstädter.
Auch danach lief offensiv nichts zusammen, Tübingen musste defensiv foulen, Karlsruhe traf die Freiwürfe zum 72:68 neun Sekunden vor Schluss und machte damit den Sack zu.
Ein unerfreuliches Ende eines guten Spieles, in dem sich Falco Meyer-Hübner als Pointguard auszeichnen konnte, Marius Dieterle eine kämpferische Topleistung ablegte und Pidi Klemm unter den Körben wirbelte.
Auch alle anderen Spieler zeigten sich in guter Verfassung und hoffen nächstes Wochenende im Heimspiel gegen Stuttgart einen Sieg erreichen zu können.
SV: Unger 2 Punkte, 6 Rebounds, Meyer-Hübner 9, Ivandic 18, Dieterle 6, Kochendörfer 11, Albus 3, Klemm 22, Ahlendorf